Arbeitnehmer senden Porsche-Betriebsratschef Hück in VW-Aufsichtsrat

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Der 53-jährige Hück folgt auf den bisherigen Betriebsratschef der Nutzfahrzeugtochter MAN, Jürgen Dorn. Foto: Sebastian Kahnert

Porsches Arbeitnehmerführer Uwe Hück ist Buddhist, Ex-Europameister im Thaiboxen - und nun auch Aufsichtsrat im größten deutschen Konzern. Im VW-Kontrollgremium weicht für Hück ein Vertreter des Lkw-Bauers MAN - weil sich die Mitbestimmung generell neu sortiert.

Wolfsburg/Stuttgart (dpa) - Die Arbeitnehmerseite im VW-Aufsichtsrat schickt den Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück als neuen Vertreter in das Kontrollgremium des Konzerns.

Der 53-jährige Hück folgt auf den bisherigen Betriebsratschef der Nutzfahrzeugtochter MAN, Jürgen Dorn, der - wie bereits seit Ende Mai bekannt - als Personalmanager in die Wolfsburger VW-Zentrale wechselt. Das teilte VW mit.

Porsche gehört seit rund drei Jahren komplett zum VW-Konzern. Der vollständigen Eingemeindung war ein erbitterter Übernahmekampf zwischen den Schwaben und den Niedersachsen vorausgegangen sowie ein langes Ringen um einen steueroptimierten Weg, mit dem Porsche Mitte 2012 ganz unter das Dach von Europas größtem Autobauer fuhr.

VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh wertet Hücks Einzug als Gewinn: "Dieser Schritt wird das Zusammenwachsen im Konzern weiter fördern." Hück sei ein starker und verlässlicher Partner geworden.

Porsche gewinnt mit der Hück-Berufung aber nicht auf Kosten von MAN. Der Lkw-Bauer weiß seine Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der neuen Holding für die Nutzfahrzeugsparte im Konzern, die künftig für die Strategie der schweren Laster und Busse verantwortlich ist.

Dort wird die Arbeitnehmerseite wie folgt vertreten sein: Mit dem MAN-Konzernbetriebsratschef Athanasios Stimoniaris, einem weiteren Arbeitnehmervertreter der zentralen Sparte MAN Truck & Bus sowie mit zwei Vertretern der Lkw-Tochter Scania und von Volkswagen.

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Konzernmitteilung zur Personalie Hück

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