"Bad Bank" für Hypo Real Estate startet

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Eine "Bad Bank" für den verstaatlichten Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate startet.

München - Der Bankenrettungsfonds Soffin hat den Aufbau einer “Bad Bank“ für den verstaatlichten Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) endgültig in die Wege geleitet.

Zum 30. September sollen Risikopapiere in einem Gesamtvolumen von voraussichtlich 191,1 Milliarden Euro auf die FMS Wertmanagement übertragen werden, wie der Soffin am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Die FMS soll die Papiere nach und nach “wertschonend“ abwickeln. Die HRE hatte im Januar die Einrichtung der Abwicklungsanstalt beantragt. Die EU- Kommission müsse die Maßnahmen noch genehmigen, hieß es.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nannte den Beschluss einen zentralen Schritt zur Restrukturierung der Bank. “Ein Vorgang von solcher Größenordnung ist bisher einmalig und extrem komplex, aber er ist in den letzten Monaten gut vorbereitet worden und wird gelingen“, sagte Schäuble laut Mitteilung in Berlin.

Die Übertragung der Werte auf die FMS könne allerdings dazu führen, dass der Schuldenstand des Staates sich entsprechend erhöhe. Dieser Effekt sei aber “rein statistischer Natur“ und müsse in Kauf genommen werden, teilte das Finanzministerium mit. “Denn ohne die Stabilisierung und die Neuausrichtung der HRE wären in unabsehbarem Umfang echte Belastungen für den Steuerzahler entstanden“, heißt es in der Mitteilung weiter.

dpa

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