Datenschutz: Deutsche Bahn gibt sich Nachhilfe

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Die Bahn hatte jahrelang heimlich und ohne Betriebsratsbeteiligung Hunderttausende Mitarbeiter ausgespäht.

Berlin - Die Deutsche Bahn hat offensichtlich Nachhilfe beim Datenschutz nötig: Der Konzern gründete einen Datenschutz-Beirat. Dieser soll der Bahn “Anregung und Unterstützung" geben.

Die Deutsche Bahn hat einen Datenschutz-Beirat gegründet. Das Gremium soll dem Vorstand unabhängig “Anregung und Unterstützung in datenschutzrechtlichen Fragen geben“, wie der Konzern am Dienstag in Berlin mitteilte.

Die Bahn AG hatte im vergangenen Jahr nahezu den gesamten Vorstand und zahlreiche hohe Manager auswechseln müssen, weil jahrelang heimlich und ohne Betriebsratsbeteiligung Hunderttausende Mitarbeiter ausgespäht worden waren.

“Wir wollen mit Transparenz weiteres Vertrauen schaffen. Die Gründung des Datenschutz-Beirates ist ein klares Zeichen für die konsequente Umsetzung eines vorbildlichen Datenschutzes“, sagte Gerd Becht, Vorstand Compliance, Datenschutz und Recht zu dem neuen Beirat.

Das Gremium ist weisungsunabhängig und setzt sich aus zwölf Mitgliedern zusammen. Den Vorsitz übernimmt der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel.

Neben weiteren Gewerkschaftern und Wissenschaftlern gehören dem Beirat auch die Vorsitzende von Transparency International, Sylvia Schenk, sowie die frühere Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin an, die als externe Ermittlerin den Datenschutzskandal mit aufgearbeitet hat.

dapd

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