Fluglotsen-Streiks frühestens im August

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Der Fluglotsenstreik würde besonders die Reisenden aus Baden-Württemberg und Bayern treffen

Frankfurt/Main - Urlaubsreisende werden einen Streik der Fluglotsen frühestens im August befürchten müssen. Das würde besonders in den Bundesländern zu einem Urlaubs-Kollaps führen, die im August Ferien haben.

Reisende müssen den drohenden Streik der Fluglotsen frühestens im August fürchten. Die am Donnerstag beschlossene Urabstimmung werde bis zum 29. Juli laufen, sagte der Sprecher der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF), Matthias Maas, am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Am Vortag hatte es noch geheißen, die Mitgliederabstimmung über Arbeitskämpfe werde Mitte Juli enden. Maas nannte organisatorische Gründe für den längeren Zeitraum. Die Urabstimmung werde daher erst am 30. Juni beginnen. “Wir wollen uns die nächsten 14 Tage Zeit nehmen, um durch die Republik zu reisen und unsere Mitglieder auf Versammlungen eingehend über die Inhalte des Tarifkonfliktes zu informieren“, sagte der GdF-Sprecher. Nach dem Ende der Mitgliederbefragung, der über Briefwahl laufen werde, müsse das Ergebnis dann erst noch ausgezählt werden. Streiks noch im Juli seien damit ausgeschlossen. “Wir haben von Anfang an klipp und klar gesagt, dass es bis zum Ende der Urabstimmung keine Streiks gibt.“

Theoretisch könnte die Arbeitgeberseite, die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH im hessischen Langen, nach einem Streikaufruf auch noch die Schlichtung anrufen, was in der Folge einen Ausstand der Lotsen für die Zeit des Vermittlungsversuches verbieten würde.´

In vielen Bundesländern starten die Sommerferien und damit die Hauptreisezeit dieses Jahr im Juli. In der Regel dauern sie sechs Wochen. Im einwohnerstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen enden die Schulferien Anfang September (06.09.), was im Vergleich zu den meisten anderen Bundesländern ein später Termin ist.

dpa

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