Preise steigen

Inflation in der Eurozone nimmt zu

Brüssel - Nach fast einem Jahr steigt die Euro-Inflationsrate wieder. Sie liegt im August bei 2,6 Prozent - weit über dem von der Europäischen Zentralbank angestrebten Wert.

Zum ersten Mal seit fast einem Jahr ist die Inflation in den 17 Euroländern wieder gestiegen. Die jährliche Rate für August wird auf 2,6 Prozent geschätzt, das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Das gab die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in einer ersten Schätzung in Luxemburg bekannt.

Zuletzt war die Rate im September 2011 gestiegen, seitdem blieb der Wert stabil oder sank. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht die Preisstabilität bei einem Wert von bis zu 2,0 Prozent auf mittlere Sicht gewährleistet.

Genauere Angaben zu den Gründen für den Anstieg will Eurostat Mitte September machen. Volkswirte der Commerzbank machten die steigenden Ölpreise verantwortlich. Die Experten der Bank gehen davon aus, dass der Wert in den kommenden Monaten aber wieder fällt, zum Jahresende aber trotzdem noch deutlich über 2,0 Prozent liegt.

Auch in Deutschland hatten steigende Preise für Benzin und Heizöl die Inflationsrate in die Höhe getrieben. Der Wert betrug im August 2,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch berichtet hatte.

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