Kapitalerhöhung für Hapag-Lloyd beschlossene Sache

Hamburg - Die taumelnde Großreederei Hapag-Lloyd kann eine Staatsbürgschaft in Höhe von 1,2 Milliarden Euro beantragen.

Die Gesellschafter der Reederei einigten sich auf eine Kapitalerhöhung, die vor dem Antrag an das Wirtschaftsministerium stattfinden muss. Es geht um 420 Millionen Euro frisches Kapital, das anteilig von den Eigentümer aufgebracht werden muss, wie die Gesellschafter am Donnerstag mitteilten. Bei Hapag-Lloyd sind Verluste von 435 Millionen Euro bis zum Halbjahr aufgelaufen.

Die Reederei braucht nach Angaben aus Firmenkreisen bis zu 1,95 Milliarden Euro frisches Kapital, um die anhaltenden Verluste aus dem Containergeschäft mittelfristig zu verkraften. 1,2 Milliarden Euro sollen über Kredite finanziert werden, für die die Bundesregierung eine Bürgschaft übernehmen soll. 750 Millionen müssen die Anteilseigner beisteuern.

750 Millionen gesichert

Von diesen 750 Millionen Euro sind bereits 330 Millionen gesichert, vor allem durch den Verkauf des 25,1-Prozent-Anteils der Reederei an einem Container-Terminal in Hamburg an die Anteilseigner. Offen war bisher die Verteilung der restlichen 420 Millionen Euro. Diesen Betrag soll nun anteilig von den Gesellschaftern aufgebracht werden. Das Unternehmen gehört zu 43 Prozent dem TUI-Konzern, den Rest teilt sich die Investorengruppe “Albert Ballin“, zu der Transportunternehmer Kühne, die Stadt Hamburg, die Privatbank M.M. Warburg, die Hanse Merkur, die Signal Iduna und die HSH Nordbank zählen. Hapag-Lloyd muss bis 2011 Millionen 630 Millionen Euro sparen, davon 360 Millionen Euro im laufenden Jahr. 2008 hatte die Reederei noch einen Gewinn von 211 Millionen Euro erzielt.

ap

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