Lufthansa streicht etwa 1.200 Flüge für Freitag

Fluggäste warten am Mittwoch (05.09.2012) in München am "Franz-Josef Strauß"-Flughafen in der Schalterhalle am Check-In. Die Gewerkschaft Ufo hatte am Dienstag Stewards und Stewardessen der Lufthansa aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen, zahlreiche Flüge wurden gestrichen.

Frankfurt/Main - Die Lufthansa streicht wegen des für Freitag geplanten Streiks der Flugbegleiter für diesen Tag zirka 1.200 Flüge.

Das seien etwa zwei Drittel der vorgesehenen Verbindungen, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd. Rund 600 Flüge sollten stattfinden.

Der für Freitag angekündigte 24-Stunden-Streik der Flugbegleiter bei der Lufthansa wirft seine Schatten voraus. Bereits für den heutigen Donnerstag hat die Fluggesellschaft knapp 50 Verbindungen gestrichen und auch für den Samstag sind bereits 13 Flüge auf der Homepage abgesagt worden.

Die Lufthansa habe die Zahl der Verbindungen „beherzt“ und frühzeitig zusammengestrichen und hoffe, die verbliebenen Flüge umsetzen zu können, sagte der Sprecher. Die Kunden sollten sich beizeiten ein Bild machen können.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO hat angekündigt, am Freitag alle Standorte der Lufthansa ganztägig zu bestreiken. Sie fordert fünf Prozent mehr Gehalt und den Verzicht der Lufthansa auf die Gründung von Billiglohngesellschaften. Die Fluggesellschaft bietet Entgelterhöhungen von 3,5 Prozent an, den Verzicht auf Leiharbeit, auf betriebsbedingte Kündigungen und auf befristete Verträge.

Am Dienstag waren fast 350 Flüge ausgefallen, als die Gewerkschaft Berlin, Frankfurt und München bestreikte. 43.000 Lufthansa-Kunden waren betroffen, rund 1.500 saßen an den bestreikten Standorten Frankfurt und München die Nacht über fest, wie ein Lufthansa-Sprecher sagte.

dapd/dpa

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