Nach Kursrutsch: DAX im Aufwind

Frankfurt/Main -­ Nach dem Kursrutsch vom Vortag haben die deutschen Aktienmärkte am Mittwoch wieder Boden gutgemacht. Der Leitindex Dax stieg um 1,97 Prozent auf 5782 Punkte.

Der MDax verbuchte ein Plus von 3,25 Prozent auf 7670 Punkte und der TecDax gewann 3,38 Prozent auf 714 Punkte. Für zusätzlichen Rückenwind in einem ohnehin freundlichen Markt sorgte am Nachmittag ein überraschend starker Anstieg bei den Auftragseingängen für langlebige Güter in den USA. Grundsätzlich führten Händler die Erholung am deutschen Markt auf eine Gegenbewegung nach den herben Verlusten am Dienstag zurück.

Dem Sparpaket in Italien stünden derweil viele skeptisch gegenüber. “Ich würde mich freuen, wenn ein Staat einmal seine Sparziele erfüllt“, sagte ein Händler. Die italienische Regierung hatte am Dienstagabend ein Sparpaket mit einem Volumen von 24 Milliarden Euro verabschiedet. Getrieben von positiven Analysten-Einschätzungen zählten Stahlwerte zu den größten Gewinnern, nachdem sie am Vortag noch in einem schwachen Markt überdurchschnittlich schlecht abgeschnitten hatten. Papiere von Salzgitter sprangen mit plus 4,75 Prozent auf 51,43 Euro an die Dax-Spitze. ThyssenKrupp kletterten um 4,59 Prozent auf 21,300 Euro ebenfalls überdurchschnittlich.

Im MDax ging es für Klöckner & Co (KlöCo) um 5,44 Prozent nach oben. Weniger gefragt waren Aktien von Bayer mit einem Plus von 1,08 Prozent auf 44,64 Euro. Die britische Gesundheitsbehörde NICE (National Institute of Health and Clinical Excellence) hatte das Krebsmedikament Nexavar des Konzerns als zu teuer abgelehnt. Im hinteren Dax-Drittel lagen Aktien von Linde mit einem Plus von 0,56 Prozent. Ausgebremst wurden die Papiere des Industriegase- Herstellers von einer negativen Einschätzung der Citigroup. Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,19 (Vortag: 2,13). Der Rentenindex Rex sank um 0,20 Prozent auf 127,69 Punkte. Der Bund Future verlor 0,28 Prozent auf 129,02 Punkte. Der Kurs des Euro legte derweil zu: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2309 (Dienstag: 1,2223) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8124 (0,8181) Euro.

dpa

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