VW peilt 2011 Absatzplus von mehr als 5 Prozent an

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Ein Mann reinigt am Montag auf dem Volkswagen Stand auf der North American International Autoshow (NAIAS) im US-amerikanischen Detroit ein VW-Logo.

Wolfsburg - Volkswagen peilt für 2011 weiter steigende Verkaufszahlen an.

“Wir rechnen für den Gesamtmarkt mit einer Wachstumssteigerung von 5 Prozent weltweit“, sagte VW- Vertriebsvorstand Christian Klingler am Montag am Rande der Automesse in Detroit. Der Konzern wolle beim Marktanteil weiter zulegen und damit um mehr als 5 Prozent wachsen.

Schwerpunkte des Wachstums sieht Klingler vor allem in China, Russland und den USA. 2010 hatte der Wolfsburger Konzern erstmals bei den Auslieferungen die 7-Millionen-Marke überschritten und ein Plus von 13,5 Prozent erzielt. Dabei kamen sowohl die Marke VW als auch die VW-Tochter Audi auf neue Jahresbestwerte. Bis spätestens 2018 will der Konzern 10 Millionen Fahrzeuge verkaufen und zur Nummer eins auf dem Weltmarkt aufsteigen.

Zur weiteren Entwicklung des Konzerns sagte VW-Chef Martin Winterkorn: “Unsere Pläne für die Zusammenarbeit zwischen Volkswagen, MAN und Scania sind klar.“ Offen sei aber noch, wann und wie sie umgesetzt würden. Volkswagen hält knapp 30 Prozent am Münchener Dax- Konzern und die Mehrheit am schwedischen Konkurrenten Scania. VW dringt auf eine enge Zusammenarbeit der beiden Unternehmen.

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Vorab müssten noch einige Dinge geklärt werden, sagte Winterkorn. Konkret nannte er den Industriedienstleister Ferrostaal, der von einer Korruptionsaffäre belastet wird. Der Lastwagenbauer MAN hält noch 30 Prozent am Essener Unternehmen. Die Münchner wollen auch diesen Anteil an den Hauptaktionär IPIC abgeben. Wegen der Korruptionsaffäre stellt sich der Staatsfonds aus Abu Dhabi aber quer und fordert eine Kompensation.

Positiv wertete Winterkorn, dass ein New Yorker Gericht kurz vor Jahresende eine Schadenersatzklage gegen Porsche im Zusammenhang mit Aktiengeschäften des früheren Managements abgewiesen hat. “Natürlich sind wir etwas optimistischer“, sagte Winterkorn zur anfangs für 2011 angestrebten Verschmelzung von Porsche und VW. An seiner zurückhaltenden Einstellung vom Herbst habe sich aber grundsätzlich nicht viel verändert. Er verwies auf Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart und Revisionsmöglichkeiten der Kläger vor einem US-Gericht. Die schwelenden juristischen Auseinandersetzungen waren vom VW-Management neben steuerlichen Belastungen als Gründe genannt worden, weshalb sich der ursprüngliche Zeitplan verschieben könnte.

Die bei Porsche geplante Kapitalerhöhung wird nach Angaben von Winterkorn vom Emirat Katar mitgetragen. Der Golfstaat hält seit der gescheiterten Übernahme von VW durch Porsche 10 Prozent der Stammaktien an Porsche sowie 17 Prozent der VW-Stämme. Um den im Zuge des Übernahmeversuchs angehäuften Schuldenberg abzutragen, plant Porsche bis Ende Mai eine Kapitalerhöhung über fünf Milliarden Euro, jeweils zur Hälfte aus Vorzugs- und Stammaktien.

Zu möglichen Übernahmeplänen der Fiat-Tochter Alfa Romeo wollte sich der Konzernchef nicht weiter äußern. “Alfa ist eine interessante Marke“, wiederholte er frühere Aussagen. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hatte wiederholt Interesse an Alfa geäußert und die Fiat-Tochter als mögliche weitere Konzernmarke ins Gespräch gebracht. Fiat-Chef Sergio Marchionne lehnt einen Verkauf von Alfa jedoch ab.

dpa

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