Post testet neue Paketkästen für daheim

Ingolstadt - Die Deutsche Post testet in Zeiten wachsenden Internethandels neue Paketkästen. Im Stadtgebiet und Umland von Ingolstadt startet jetzt ein Probelauf, bei dem Kunden erstmals den neuen Kasten bestellen können.

Damit können Lieferungen auch in Abwesenheit der Kunden direkt zugestellt werden. Bezahlen muss den Kasten der Kunde.

Es handelt sich dabei um eine Art überdimensionierten Briefkasten, in dem die Zusteller Pakete hinterlegen können. Eine Post-Sprecherin bestätigte einen entsprechenden Bericht des „Donaukuriers“ (Samstag).

Allerdings steht das Angebot nur für Ein- und Zweifamilienhäuser zur Verfügung und ist für Mietshäuser bislang ungeeignet. Bezahlen muss den Paketkasten der Kunde. Je nach Größe kostet er zwischen 99 und 179 Euro. Verschiedene Variationen wie beispielsweise ein integrierter Briefkasten oder zukünftig auch ein Sockel sind wählbar.

Nach dem sechs- bis zwölfmonatigen Probelauf könnte der Paketkasten später flächendeckend in ganz Deutschland eingeführt werden. Postbote und Paketkastenbesitzer sollen mit je einem Schlüsselchip Zugang zum Kasten haben, der Zusteller hinterlässt die Sendungen einfach und nimmt Retouren aus dem Behälter mit. Ingolstadt habe sich aufgrund einer „gewissen Anzahl von Paketen“ als geeigneter Probestandort erwiesen, sagte die Post-Sprecherin. Im Internet haben sich demnach bereits viele Interessenten für den Kasten eingetragen. Mit dem neuen Angebot will die Deutsche Post auf das stark zunehmende Versandgeschäft durch das Internet reagieren. Der Onlinehandel sorgte in den vergangenen Jahren in Deutschland wiederholt für Rekorde. Besonders stark gefragt sind Waren wie Bekleidung, Bücher und Unterhaltungsmedien. Aber auch Lebensmittel und Drogerieartikel werden verstärkt im Internet bestellt und sorgen bei der Post für Hochbetrieb.

dpa

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