Telekom-Prozess noch umfangreicher

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In dem seit 2004 laufenden Zivilprozess verlangen rund 17 000 Kleinanleger von der Telekom Schadensersatz in Millionenhöhe für erlittene Kursverluste.

Frankfurt/Main - Der Telekom-Prozess um Millionen-Verluste von Kleinanlegern wird noch umfangreicher. So müssen sich die Richter mit einer weiteren Frage auseinandersetzen.

Der Telekom-Prozess vor dem Frankfurter Oberlandesgericht wird noch umfangreicher. Den Anwälten des Musterklägers ist es laut eigener Mitteilung vom Mittwoch gelungen, das Arbeitsprogramm des Gerichts um einen weiteren Punkt auszudehnen. Die Richter müssen sich demnach auch mit der Frage beschäftigen, ob die Deutsche Telekom AG in ihren Börsenprospekten ausreichend auf strafrechtliche Ermittlungen gegen sie hingewiesen hat. Bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bonn ging es um die fehlerhafte Bewertung der Telekom-Immobilien zur Eröffnungsbilanz.

In dem seit 2004 laufenden Zivilprozess verlangen rund 17 000 Kleinanleger von dem ehemaligen Staatsunternehmen Schadensersatz in Millionenhöhe für erlittene Kursverluste. In dem Prozess versuchen sie nachzuweisen, dass der Börsenprospekt falsche Angaben enthielt oder wesentliche Inhalte verschwiegen hat. Der Musterkläger wird von der Tübinger Kanzlei Tilp vertreten.

Nach der Pensionierung des Vorsitzenden Richters Christian Dittrich zum Jahreswechsel ist zudem der Vorsitz des zuständigen 23. Senats am OLG weiterhin vakant. Ein Gerichtssprecher bestätigte einen Zusammenhang zu anhängigen Konkurrentenklagen. Dies habe aber keine Auswirkungen auf die Fortführung des Verfahrens. Das Gericht sei jederzeit in der Lage, auch mit einem stellvertretenden Vorsitzenden zu verhandeln.

dpa

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