Tarifrunde ohne Ergebnis

Ufo informiert über mögliche Germanwings-Streiks

Bad Honnef/Bonn - Nach zweitägigen Tarifverhandlungen bei der Lufthansa-Tochter Germanwings informiert die Kabinengewerkschaft Ufo heute (Samstag) über mögliche Streiks.

Die Verhandlungen hatten bis zum Freitagabend kein Ergebnis gebracht. Die Fluglinie hat rund 700 Flugbegleiter, von denen nach Ufo-Angaben weit mehr als die Hälfte Gewerkschaftsmitglieder sind. Die Gewerkschaft hatte schon vor Abschluss der Verhandlungen in einer Urabstimmung eine ausreichende Mehrheit für einen Streik erreicht.

Die Tarifrunde läuft seit neun Monaten ohne Ergebnis. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld, will befristete Arbeitsverträge ausschließen und einen späteren Wechsel der Germanwings-Flugbegleiter zur Lufthansa organisieren. Die Lufthansa-Tochter ist etwa 20 bis 30 Prozent günstiger als die Mutter. „Germanwings muss günstig bleiben. Wenn dies durch zu hohe Tarifabschlüsse nicht mehr gegeben ist, hat auch die Germanwings ihre Existenzgrundlage verloren“, hatte Lufthansa-Chef Christoph Franz zuvor in einem Interview gesagt.

Wie stark sich ein möglicher Streik auswirken würde, sei nicht vorhersehbar. „Das ist Stochern im Nebel“, sagte ein Germanwings-Sprecher am Freitagabend. Die Linie habe pro Tag im Schnitt 270 Flüge. Sie bedient in Deutschland vor allem mittelgroße Flughäfen wie Köln/Bonn, Stuttgart, Hamburg, Berlin, Dortmund und Hannover.

dpa

Airlines & ihre Flugbegleiterinnen

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