Unternehmen sind weniger optimistisch

Düsseldorf - Die Euphorie der Unternehmen über den globalen Aufschwung hat einer Umfrage zufolge spürbar nachgelassen. Sie befürchten weniger Umsatzzuwachs.

Demnach fallen die betrieblichen Umsatzerwartungen in den großen Industriestaaten zurückhaltender aus als vor wenigen Monaten, deuten aber immer noch auf ein solides Wachstum hin. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Beratungsfirma KPMG hervor, wie das “Handelsblatt“ (Montagausgabe) berichtete. Den Angaben zufolge erwarten zwar 51 Prozent der Industriefirmen weltweit in den kommenden zwölf Monaten steigende Umsätze, nur zehn Prozent rechnen mit sinkenden Einnahmen. Zudem rechneten 47 Prozent der Dienstleister mit Zuwächsen, elf Prozent mit Rückgängen.

Allerdings sei die Differenz zwischen positiven und negativen Einschätzungen im Juni noch deutlich größer ausgefallen. In Deutschland schmolz die Spanne bei den Geschäftserwartungen der Industrie demnach um 13 auf 37 Prozentpunkte, während sie bei den Dienstleistern um 17 auf 42 Prozentpunkte wuchs. Dies bestätige die von Volkswirten geäußerte Einschätzung, dass die deutsche Binnenkonjunktur angesprungen sei und die Exporte als Wachstumsmotor bald ablösen könne, hieß es weiter.

Am schlechtesten unter den großen Industriestaaten schnitt dem Bericht zufolge Japan ab. Dort halbierte sich die Differenz zwischen positiven und negativen Erwartungen der Industrieunternehmen demnach auf 16 Prozentpunkte, unter den Dienstleistern überwogen sogar die negativen Umsatzprognosen. In den USA sei die Marge in der Industrie um 16 auf 53 Prozentpunkte und bei Dienstleistern um 15 auf 46 Punkte gesunken.

dapd

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