Einkaufen wird wieder teurer

Wiesbaden - Die Preise für Lebensmittel, Energie und Sprit sind im Juli erneut gestiegen. Die Teuerungsrate lag um 1,2 Prozent höher als Juli 2009 und erreichte damit den höchsten Stand in diesem Jahr.

Der für die Geldpolitik wichtige Wert von 2 Prozent wurde jedoch erneut unterschritten. Im Juni hatte die Inflationsrate auf Jahressicht noch bei plus 0,9 Prozent gelegen, im Mai bei ebenfalls plus 1,2 Prozent. Vorangetrieben wurde der Preisanstieg nach wie vor durch teurere Energie, die im Juli insgesamt 4,7 Prozent mehr kostete als vor einem Jahr. Kraftstoffe verteuerten sich dabei um 25,6 Prozent, der Preis für leic

htes Heizöl legte um 14,1 Prozent zu. Auch für Strom musste mehr (3 Prozent) gezahlt werden als im Juli 2009. Günstiger wurde unterdessen Gas (minus 5,4 Prozent). Auffällig stark stiegen die Preise für frisches Obst (plus 7,7 Prozent) und Gemüse (plus 8,9 Prozent). Speisefette und -öle kosteten 15,5 Prozent mehr.

Grund dafür ist den nach Angaben der Statistiker die weiterhin heftige Preisentwicklung bei Butter von plus 40,1 Prozent. Wer gerne Fisch isst, musste 3,3 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Deutlich günstiger war dagegen Zucker (minus 12,7 Prozent). Zwtl: Reisen teurer als im Juni Im Vergleich zum Vormonat Juni stiegen die Preise um 0,3 Prozent. Der Anstieg ist jedoch im Wesentlichen saisonbedingt: Mit Beginn der Sommerferien schnellten die Preise für Urlaub in die Höhe.

Pauschalreisen kosteten 13,9 Prozent mehr als im Vorjahr, Flugreisen 10,3 Prozent. Günstiger als 2009 waren dagegen Schuhe und sonstige Kleidungsstücke (minus 3,5 Prozent). Grund dafür sind die im Sommer üblichen Preisnachlässe. Bemerkenswert sind die unterschiedlichen Entwicklungen bei Obst und Gemüse: Während Äpfel (plus 4,1 Prozent) und Orangen (plus 10,7 Prozent) teurer wurden, kosteten Kopf- oder Eisbergsalat rund 19 Prozent weniger als im Juli des Vorjahres.

dapd

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